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Aspekte
Philosophie
Aspekte der Elektronischen Musik
Die hier dargebotenen Texte sind kurze Auszüge aus den Einführungen zu den >> Veranstaltungen.  Sie zeigen verschiedene  Aspekte der  Elektronischen Musik.
Elektronische "Musik"
Eigentlich ist der Ausdruck Musik nur ein Zugeständnis an eine große abendländische traditionelle Form des Kulturbetriebs. Vielleicht kann man davon ausgehen, dass sich die Musik in diesem Jahrhundert in einem evolutionären Sprung von der Tradition lösen wird, und sie wird dann die ganz neuen Möglichkeiten des „Klanges an sich“ erzeugen. Die gesamte moderne technische Kultur hat diesen Sprung in fast allen Bereichen längst vollzogen, bisher ist lediglich die Musik dieser Entwicklung nicht gefolgt…Die neuen Klanginstrumente, mit denen die hier erklingenden Produktionen gemacht sind, nennen sich Computer, Rechner, sie rechnen in digitalisierter Form Zahlen zusammen, die wir dann als Klang wahrnehmen. Die Zahl war schon immer die Grundlage der Musik seit Pythagoras, und so ist die moderne digitale Musik nur eine Fortsetzung des alten Denkens des Menschen in Zahlen.
Die klassische Musik
bleibt   in einer vordergründig anthropozentrischen, vom Idealismus geprägten Welt, die eine solche der Schönheit und des Angenehmen ist, stehen. Das klassische Tonsystem folgt anthropogenen Gesetzen, die zwar auch naturgegeben sind aber im Sinne des menschlichen Wollens und seiner Vorstellungskraft zurechtgebogen werden.
Die elektronische Musik beruht (z.B. Frequenz-Modulation) auf nackten Naturgesetzen (z. B. Carrier und Modulator). Natürlich werden diese Naturgesetze  auch vom  Produzenten und Gestalter elektronischer Musik beeinflusst, aber der Ausgangspunkt ist das physikalische Objekt eines elektronischen Instruments.  Diese Klanggestaltung ist sachlich, physikalisch und nicht menschlich-ästhetisch. Eine Sinusschwingung oder ein weißes Rauschen sagen nichts anderes als sich selbst. Die eigentliche elektronische Musik liegt zwischen diesen beiden naturgegebenen Elementen.
>>Klingende Steinhalle 2016“
Die Elektronische Musik
führt den Menschen nicht zum Erlebnis von zurechtgemachten klanglichen „Leckerbissen“, sie lässt ihn erkennen, was die Natur an klanglichen Höhen und Tiefen, an Weichheit und Schrille, an Einfachheit und Komplexität der Welt und den Menschen zu bieten hat. Sie führt den Menschen in ihrer Neuartigkeit, in ihrer Sanftheit und Schrillheit zurück zum bloßen Hören, zum Experimentieren und zur Unbegrenztheit der klanglichen Welt, die durch die Geschichte auf das Diktat der klassischen Tonsprache zurückgestutzt wurde, so wie viele andere Ereignisse unserer Kultur die Natur vergewaltigt und zerstört haben.
... die Welt der untemperierten, jetzt elektronisch erzeugbaren Klänge
… Dieses Klanguniversum ist offen, dehnt sich ständig aus und ist wohl auch deshalb in der Bewertung des musikalischen Zuhörers mindestens ambivalent…. Soll man und kann man in dieser Unendlichkeit weiterreisen, ohne Ziel und ohne Ende die Frequenzen sich modulieren und kombinieren lassen? Oder genügt es, zur „Recreation des Gemüths“ sich die sich modulierenden und kombinierenden Töne einer Bach´schen Fuge zu hören?
Die moderne Musiktechnologie
erlaubt den potentiellen Zugriff auf alle naturgegebenen  Parameter des Materials, eben auch im Sinne der traditionellen geschichtlichen Gestaltung. Darüber hinaus ist aber auch ein Zugriff, der jedweden Parameter der Tradition hinter sich lässt, möglich. Zu dieser Freiheit fordert das Material nun geradezu heraus, sei es in der Form der Schaffung neuer Klänge oder in Form der Umgestaltung von etwas Gegebenem.
Die Realisierbarkeit des bishser Unhörbaren
Die Forschung ist … nicht nur in unbekannte Räume des Universums vorgestoßen, sondern auch in unbekannte Bereiche der Mikrowelt, in denen es Schwingung gibt, die sich in für uns hörbaren Klang umsetzen lassen. Dieses bisher Unhörbare ist nun in den modernen Sounderzeugern … realisierbar geworden: Soundsynthese, Soundsampling, Frequenzmodulation, additive Synthese, Fouriersynthese und dergleichen mehr sind die neuen Prinzipien….Wenn sich etwas ändert, ändert sich vieles oder sogar alles. So haben die neuen Soundproduzenten auch den Menschen, die Hörgewohnheiten, die Darbietungsformen und was damit zusammenhängt verändert.
Die Erstellung eines neuartigen Klanggebildes
kann schon als Komposition bezeichnet werden im Unterschied zu derselben im klassischen Sinn, die sich auf fertige, vorpräparierte Klänge stützt. Die Sounds und deren Organisation werden Metamorphosen unterzogen, die den Klang nach vorgegebenen Anweisungen, Algorithmen genannt, verändern, zerstören, synthetisieren, zusammensetzen in harmonische, vorwiegend periodische oder unharmonische, geräuschhafte Klangformen.
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